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Juli
Spende an das Palliatus Hospiz Weimar

Stefan Göbbeln (l.) brachte gestern einen Scheck ins Hospiz. Dessen Leiterin Heike Thorwarth freute sich ebenso wie Pflegerin Anja Ronneberger, Hauswirtschafterin Katrin Ludwig sowie die Bewohner Inge Gerlach und Ulrich Reinhardt. Foto: Michael Grübner

Weimar. Die Spendenbereitschaft für das Palliatus-Hospiz im Weimarer Schießhaus-Viertel hat die Verantwortlichen überrascht: In den wenigen Wochen seit der Eröffnung am 1. Juni sind auf dem Konto der Einrichtung bereits rund 60?000 Euro eingegangen. Gemessen daran, dass das Hospiz pro Jahr zwischen 80?000 und 100?000 Euro benötigt, um die gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent seiner Betriebskosten an Spenden aufzubringen, ist das ein verheißungsvoller Wert.

"Für so viel Interesse und Solidarität sind wir sehr dankbar", sagte die Leiterin des Hospizes und Vorsitzende des Fördervereins, Heike Thorwarth, gestern bei einer weiteren Spendenübergabe. Zu der war Stefan Göbbeln erschienen, der Prokurist des Weimarer Sanitätshauses Hochheim. Dieses wollte sich bereits zur Eröffnung mit einem 3000-Euro-Scheck für das Vertrauen der Palliatus-Betreiber bedanken, die große Teile der technischen Ausstattung bei Hochheim geordert hatten. "Aber an dem Tag war das Haus so überlaufen und das Wetter so schlecht, dass wir spontan beschlossen haben, die Übergabe zu verschieben", so Göbbeln. Palliatus bietet zehn Plätze für unheilbar kranke Menschen, die hier ihre letzten Tage so angenehm und schmerzfrei wie möglich verbringen sollen. Seit der Eröffnung hat das Haus 15 Bewohner aufgenommen, 11 davon sind verstorben. Aktuell sind sechs Zimmer belegt. Die durchschnittliche Verweildauer von Hospzi-Patienten in Deutschland beträgt zehn Tage, "wobei der Trend dahin geht, dass diese Zeit immer kürzer wird", so Thorwarth. Ausnahme von dieser Regel ist zum Beispiel der Erfurter Ulrich Reinhardt, der seit drei Wochen im Haus lebt und einen zufriedenen Eindruck macht: "Mir fehlt es hier an nichts, ich bekomme optimale Pflege und dazu noch Unterhaltung." Er gehörte etwa zu einer fünfköpfigen Gruppe, die vor knapp einer Woche zum EM-Halbfinale Deutschland gegen Frankreich eine Fußballparty feierten – vor dem großen Fernseher im Gemeinschaftsraum und mit Fan-Utensilien ausstaffiert. Generell seien die Wünsche der Patienten eher einfacher Natur, so Heike Thorwarth. Ganz vorn stehen gutes Essen (Hauswirtschafterin Katrin Ludwig kocht jeden Tag frisch und nach den Wünschen der Bewohner) und Schmerzfreiheit. Zu den aktuell elf Mitarbeitern (darunter sieben Pflegekräfte) kommen im September und Oktober drei weitere hinzu.

Michael Grübner / 13.07.16 / TA